09 Oktober
Fall der Mauer

Der Fall der Mauer am 9.9.1989 (Bild: Wikipedia/RIA Novosti archive, image #475738 / Yuriy Somov unter CC-BY-SA-3.0-de)

Am 9. November 2014 jährt sich der Fall der Mauer, die 28 Jahre lang Deutschland in West und Ost teilte, bereits zum 25. Mal. Unvergessen bleiben die Flüchtlingsströme und Jubelschreie an den Grenzpunkten, die in dieser historischen Nacht 1989 begannen und noch viele Wochen anhalten sollten.

Wer in der Nähe der Grenze wohnte, machte sich sofort auf, um das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen, denn es schien doch zu schön, um wahr zu sein. Spontan, ohne Gepäck und zu wissen, wohin als Nächstes, überquerten die ersten DDR-Bürger die innerdeutsche Grenze. Denn das Wichtigste, was damals galt, war: Freiheit.

Der Weg zur Freiheit

Der Sommer 1989 sollte der letzte der DDR werden und bereits Monate vor dem Mauerfall im November wurden die Stimmen des Volkes immer lauter, das auf zahlreichen Demonstrationen nach Freiheit, in erster Linie Reisefreiheit, rief. Auch die „Friedliche Revolution“ feiert am 9. Oktober ihr 25-jähriges Jubiläum mit einem großen Lichtfest in Leipzig.

Nachdem bereits zahlreiche DDR-Bürger über die Grenzen der Ostblockstaaten versuchten in die BRD zu gelangen, spitzte sich die Lage in den Botschaften immer mehr zu. Unzählige Menschen aus Ostdeutschland belagerten und bedrängten die osteuropäischen Regierungen, sie in das ersehnte Westdeutschland ausreisen zu lassen.

Viele Ereignisse setzten die DDR-Regierung massiv unter Druck, sodass nicht fälschlicherweise oft angenommen David Hasselhoff mit seinem Hit „Looking for Freedom“ die Mauer zum Einsturz brachte, sondern die historischen Worte des damaligen SED-Sprechers Günter Schabowski, der im Auftrag der DDR-Regierung den neuen Ministeriumsbeschluss zur Reisefreiheit auf einer Pressekonferenz am frühen Abend des 9. November 1989 verlas.

„Die ständige Ausreise kann über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu Berlin-West erfolgen.“

Die Nachricht verbreitete sich blitzartig im gesamten Deutschland. Auf beiden Seiten der Mauer machten sich die Menschen auf den Weg, um diesem historischen Ereignis beizuwohnen, selbst die diensthabenden Grenzer waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht umfassend informiert, sodass es ein Wunder ist, dass nicht mit Schusswaffen versucht wurde, der anströmenden Massen Herr zu werden.

Die Tage danach

Obwohl zunächst Passkontrollen vorgesehen waren, wurde die innerdeutsche Grenze bald ohne jegliche Kontrollen geöffnet. Beginnend in der heutigen Hauptstadt Berlin wurden im Laufe der Nacht vom 9. zum 10. November immer mehr Grenzübergänge freigemacht, was die DDR-Bürger zu ehemaligen machte. Fußgänger- und Automassen säumten die Straßen rund um die Übergänge, denn Tausende wollten die Chance nutzen, endlich der DDR den Rücken kehren zu können.

Die Euphorie war auf beiden Seiten der Mauer zu spüren und beherrschte in diesen Tagen das gesamte Land. Schon bald wurden sich die Menschen des historischen Ereignisses bewusst und die ersten „Mauerspechte“ fanden ihren Weg an die Grenzanlagen, um sich ein Stück Geschichte zu sichern. Mittlerweile haben sich Teile der Mauer auf der ganzen Welt verteilt, große Grenzstücke wurden künstlerisch verziert und zieren heutzutage Museen in London, Berlin, den USA und entlang der ehemaligen Grenze.

Am 3. Oktober 1990 wurde schließlich die endgültige Einigung von West- und Ostdeutschland beschlossen und gilt seitdem als Feiertag „Tag der deutschen Einheit“, welcher sich 2015 zum 25. Mal jährt.

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Eine Antwort zu “25 Jahre Mauerfall: Ein Blick zurück”

  1. […] Auf Originalität wurde viel Wert gelegt, schon beim Betreten des Gastraums fühlt man sich mindestens 25 Jahre zurückversetzt. Von den Stühlen bis zur Wanddekoration finden sich viele große und kleine Details und […]

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