18 Dezember
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der Klassiker unter den Märchenfilmen: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Die Deutsche Film AG, kurz DEFA, war die einzige offizielle filmproduzierende Organisation der DDR. Angesiedelt in Babelsberg konnte die Filmproduktion auf eine 45-jährige Geschichte zurückblicken, bis sie 1990 in die in die Verwaltung der Treuhandanstalt überging.

Bis dahin produzierte die DEFA, unter anderem mit hochkarätigen Schauspielern, wie Armin Müller-Stahl oder Erwin Geschonnek, über 700 Spielfilme, worunter auch 150 Kinderfilme fallen. Bekannte Märchenverfilmungen aus dem Hause DEFA spielen sich seit den 1950er Jahren in die Herzen der Zuschauer und gelten noch heute als Klassiker, die besonders gern an den Weihnachtsfeiertagen im Fernsehen ausgestrahlt werden.

Auf diese Filme dürfen wir uns auch dieses Jahr wieder freuen

1. Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Der im Jahr 1973 entstandene Film um das tapfere Mädchen, das sich gegen seine böse Stiefmutter behaupten muss, um am Ende mit dem Prinzen glücklich zu werden, ist eine tschechisch-deutsche Kooperationsproduktion der DEFA und heute noch als Film einfach Kult.

Einzig und allein ein Schimmel, ein Hund und eine Schmuckschatulle sind Aschenbrödel von ihren verstorbenen Eltern geblieben, bevor ihre spätere Stiefmutter sich den Hof des Vaters unter den Nagel reißt. Dort lebt Aschenbrödel nun wie eine Dienstmagd und schafft es letztendlich mit Hilfe ihres Geschicks und drei verzauberten Haselnüssen, das Herz des Prinzen zu erobern und den Schikanen ihrer missgünstigen Stiefmutter und deren Tochter zu entfliehen.

Die in der märchenhaft verschneiten Landschaft des Böhmerwaldes handelnde Geschichte lebt durch ihre Hauptdarsteller Libuse Safrankova und Pavel Travnicek. Jedes Jahr an Weihnachten findet „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, wohl hauptsächlich auch aufgrund der winterlichen Kulisse, seinen Weg auf nahezu jeden deutschen Fernsehsender. Damit auch dieses Jahr das Programm gesichert ist, sind alle Sendetermine hier aufgelistet 😉

  • Mittwoch, 24.12.2014: 12.15 Uhr auf Das Erste/ 14.35 Uhr im WDR/ 20.15 Uhr auf Einsfestival/ 21.15 im rbb
  • Donnerstag, 25.12.2014: 00.45 im hr-Fernsehen/ 1 Uhr auf Einsfestival/ 4.45 Uhr auf Einsfestival/ 8.35Uhr im Bayerisches Fernsehen/ 10.35 Uhr im SWR Fernsehen/ 12.10 Uhr auf Einsfestival/ 12.30 Uhr im NDR
  • Freitag, 26.12.2014: 9 Uhr im rbb/ 16.25 Uhr im MDR/ 17.50 Uhr im MDR
Märchenfilm Das kalte Herz

Das kalte Herz gehört zu den erfolgreichsten Filmen aus dem Hause DEFA

2. Das kalte Herz

Im Jahr 1950 besonders für seine revolutionäre Farbfilmtechnik und die Animationskünste gelobt, zählt „Das kalte Herz“ mit weit über 9 Mio. Kinobesuchern zu den erfolgreichsten DEFA-Produktionen überhaupt. Dabei lag der Film mit insgesamt 4 Mio. Ostmark weit über dem veranschlagten Budget. Bei der Inszenierung des humanistisch basierten Märchenklassikers ließ Paul Verhoeven kaum eine tricktechnische Pointe aus.

Das Märchen erzählt die Geschichte des armen Köhlers Peter Munk, der gesellschaftlich aufsteigen will, um sich und seiner zukünftigen Frau Lisbeth ein schönes Leben zu sichern. Für dieses Ziel tauscht er sogar beim Holländer-Michel sein eigenes Herz gegen eins aus Stein ein, das ihn zwar erfolgreich, aber auch gefühlskalt werden lässt. Als er schließlich seine geliebte Frau tötet, wird ihm klar, dass er sein Herz zurückbekommen muss. Mithilfe des Glasmännchens will Peter alles wieder gut machen.

Märchenfilm Schneeweißchen und Rosenrot

Das Märchen Schneeweißchen und Rosenrot wurde 1979 von der DEFA verfilmt.

3. Schneeweißchen und Rosenrot

Die DEFA griff das Grimm’sche Märchen um die beiden berühmten Schwestern mit einer Produktion im Jahr 1979 auf und realisierte damit einen weiteren tricktechnischen Kinderfilm.

Auf dem Markt begegnen Schneeweißchen und Rosenrot zwei Prinzen, die sich bereit erklären den bösen Geist, der bereits den Vater der Schwestern auf dem Gewissen hat, aus einem nahegelegenen Bergstollen zu vertreiben. Beim Versuch werden die Prinzen jedoch in einen Falken und einen Bären verwandelt und können nur durch den Zauber der Liebe erlöst werden.

Die Geschichte vom kleinen Muck

Die Geschichte vom kleinen Muck erfreut Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

4. Die Geschichte vom kleinen Muck

Die Verfilmung des Märchens nach Wilhelm Hauff wurde ebenfalls zu einer der erfolgreichsten, wenn nicht sogar die erfolgreichste, Kinderfilmproduktion der DEFA.

Im Jahr 1953 erzählt sie in orientalischen Bildern die Geschichte eines kleinen buckligen Mannes, der von Kindern in seiner Stadt gehänselt wird. Mit seiner Lebensgeschichte, in der er mit magischen Pantoffeln und einem Stock zum Aufspüren von Schätzen nach dem Glück jagt, zieht er die Kinder jedoch so in seinen Bann, dass sie ihn fortan bewundern.

Der Regisseur Wolfgang Staudte hat es den Kritikern zufolge geschafft, das Märchen über „Die Geschichte vom kleinen Muck“ für Kinder und Erwachsene gleichermaßen anschaulich zu gestalten. Dabei konnte er gesellschaftskritische Themen, wie unüberwindbare Bürokratie, ebenso gekonnt verarbeiten, wie die Moral der Geschichte.

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