18 Februar
Florena Creme

Florena – eine ostdeutsche Marke, die die Wende überdauert hat.

Florena steht seit 1920 für hochwertige und edle Produkte für die Körperpflege. Angefangen hat aber alles schon knappe 70 Jahre früher und zwar im Jahre 1852.

Der findige Unternehmer Adolf Heinrich August Bergmann gründete in diesem Jahr die „Fabrik zur Bereitung chemischer Düngemittel“, die sich, neben der Produktion von allerlei Bedarfsmitteln, auch der Herstellung von Zahnseife widmete. Diese erste Unternehmung gilt bis heute als der Gründungstag des heute weltweit tätigen Konzerns und steht für eine sächsische Erfolgsgeschichte, die von der Industrialisierung bis in die Moderne dauerte und andauern wird.

Von 1920 bis 1989 – Eine wechselhafte Geschichte in bewegten Zeiten

Nach der Grundsteinlegung und der Ausweitung des Sortiments erfolgte im Jahr 1920 die erste Eintragung des Markennamens „Florena„. Der Name sollte für ein lieblich-blumiges Pflegeprodukt der besonderen Art stehen, ein Ziel dem sich das Unternehmen auch über die Jahre hinweg immer treu geblieben ist. Aber erst einmal galt es, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Zeit zu überwinden. Dies gelang, wenn auch teilweise mit kuriosen Methoden und Produkten. So ist beispielsweise der Bartfestiger aus der Produktion der Waldheimer Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik bis heute innerbetrieblich unvergessen.

Das sächsische Waldheim

Waldheim um 1900 – der Stammsitz der ostdeutschen Marke Florena. (Bild: gemeinfrei – Jan Arkesteijn/Wikipedia)

Ab 1928 ging es aber wieder bergauf, die wirtschaftliche Krise in Deutschland war weitgehend überwunden und die Kriegsnarben geheilt. Florena nutzte die Chance und expandierte erstmals mit seinen Produkten. Südamerika, Afrika und die USA wurden als neue Absatzmärkte erschlossen und Menschen auf der ganzen Welt setzten auf die bewährte Qualität und die innovativen Produkte aus dem sächsischen Waldheim. Doch schon kam der nächste Rückschlag: Die Weltwirtschaftskrise und das Regime der Nationalsozialisten mit all seinen Folgen sorgten für schwere Einbußen auf geschäftlicher und persönlicher Ebene.

Da das sächsische Waldheim, der Stammsitz der Produktion, nach dem Krieg zur sowjetischen Besatzungszone gehörte und somit im Staatsgebiet der DDR aufging, wurde aus Florena der Volkseigene Betrieb Rosodont Werk Waldheim, ein Name, der bis in die 1970er Jahre bestand und bekannt war. Schon ab den 60er Jahren stellte sich der Erfolg der Markenprodukte von „Florena“ wieder ein und die Produkte wurden ein Verkaufsschlager in der ehemaligen Sowjetunion.

1990 bis heute – Jahre der Veränderung

Im Zuge der Wendejahre und der deutschen Wiedervereinigung sah es zunächst nicht gut aus für die Produkte der Marke Florena. Als VEB war das Unternehmen nur schwer in der Lage, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein eigenes Überleben zu schaffen. Hier aber half der Markenname und die Produktpalette. Aufgrund der herausragenden Stellung der Produkte und der Innovationsfreude konnte die Marke Florena im Beiersdorf-Konzern aufgehen und bildet bis heute, neben anderen Kosmetik-Marken wie Nivea oder Labello, den Grundstein für Kosmetik-Produkte.

Im Zuge dieser Neuausrichtung kam es auch zu tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der Produktion und der Produktentwicklung. So wurde schon 1990 die erste Creme ohne Konservierungsstoffe produziert, ein wirkliches Novum für die damalige Zeit. Auch im Bereich Umweltschutz setzte Florena als einer der Vorreiter neue Maßstäbe und stellte bereits 1992 seine Produktion völlig auf umweltfreundliche Standards um. Spätestens seit dieser Zeit ist Florena eine weltweit anerkannte Marke für hochwertige und umweltfreundliche Kosmetik-Produkte.

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